Roland Finsterwalder
Praxisinhaber
“Fachwissen und Erfahrung sind die Grundlage meiner Arbeit. Neugier und Kreativität sorgen dafür, dass daraus eine Therapie für den einzelnen Menschen werden kann.”
Mein beruflicher Weg
Mein beruflicher Weg begann mit der Ausbildung zum Logopäden an der damals renommierten Ausbildungsstätte in Ulm. Anschliessend konnte ich erste Berufserfahrungen in der Phoniatrie der Universitätsklinik Erlangen sammeln.
Danach führte mich mein Weg in die Schweiz. Während mehr als neun Jahren arbeitete ich am Ergotherapie-Zentrum des Schweizerischen Roten Kreuzes, wo ich den Bereich Logopädie aufbaute und über viele Jahre weiterentwickelte.
2004 erhielt ich die Möglichkeit, mich innerhalb des Spitals Thun mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Seither verbinde ich zwei Arbeitswelten: In meiner Praxis behandle ich ambulante Patientinnen und Patienten; gleichzeitig bin ich für die logopädische Betreuung auf verschiedenen Stationen des Spitals zuständig.
Diese Verbindung von eigener Praxis und Spital begleitet mich seit mehr als zwei Jahrzehnten. Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten der Region sowie mit Neurologie, Phoniatrie und HNO des Inselspitals Bern. Heute konzentriert sich meine Praxis auf die Logopädie für Erwachsene.
1992
Universitätsklinik Erlangen
1993
Logopädische Arbeit beim Schweizerischen Roten Kreuz
Erfahrung und Neugier
Nach 35 Jahren noch immer offen für neue Wege
Natürlich arbeitet man nach 35 Berufsjahren anders als am ersten Arbeitstag. Vieles hat man schon gesehen – und trotzdem ist jeder Mensch wieder anders.
Eine therapeutische Herangehensweise, die bei einem Menschen hervorragend funktioniert, muss für den nächsten noch lange nicht die richtige sein. Gute Therapie bedeutet für mich deshalb, genau hinzuhören und hinzuschauen, Zusammenhänge zu erkennen und manchmal auch ungewöhnliche Wege auszuprobieren.
Ich gebe mich ungern mit dem Erstbesten zufrieden. Moderne Diagnostik, fundiertes Fachwissen und langjährige klinische Erfahrung gehören für mich zusammen. Die frühe Beschäftigung mit FEES ist ein Beispiel für diesen Anspruch.
2009
Therapie mit individuell ausgewählten Materialien
Stimme und Musik
Zwei Welten, die zusammengehören
Musik begleitet mich seit meiner Jugend. Ich habe in verschiedenen Chören gesungen, zuletzt im Vokalensemble ardent unter der Leitung von Patrick Secchiari. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Mitwirkung bei Biedermann und die Brandstifter im Stadttheater Bern.
Meine zweite musikalische Heimat ist die Orgel. Als Organist in Steffisburg spiele ich Gottesdienste und Konzerte und entwickle eigene Konzertprogramme und Orgelmatineen.
Eine besonders schöne Brücke zwischen meinen beiden Welten bildet die Stimmtherapie und insbesondere die Therapie der Gesangsstimme. Hier fliessen Erfahrungen aus meinem eigenen Singen und Musizieren unmittelbar in die therapeutische Arbeit ein. Das Instrument ist der menschliche Kehlkopf mit seinen Stimmlippen – ein ausserordentlich feines Instrument, das immer Teil des ganzen Menschen bleibt.
Für die Stimm- und Gesangsstimmtherapie kommen Patientinnen und Patienten teilweise von weit her nach Thun – von der Region Zermatt bis in den Raum Zürich. Darunter sind auch Jodlerinnen und Jodler.
Stimme und Musik
Genaues Hinhören gehört für mich zur Therapie
Auch das gehört zu mir
Familie
Aufgewachsen bin ich mit vier Geschwistern und bin selbst Zwilling. Als Jugendlicher konnte ich mir lange vorstellen, Priester zu werden und verbrachte um die Zeit meiner Matura zweimal einige Zeit in einem Kloster. Schliesslich wusste ich: Mein Weg ist ein anderer. Heute bin ich verheiratet und Vater von vier Kindern.
Fotografie
Fotografie und Videogestaltung sind ein grosses kreatives Feld für mich. Unter anderem war ich für die Bachwochen Thun als Fotograf tätig. Fotografie hat für mich etwas mit Therapie gemeinsam: Man muss genau hinschauen – und manchmal verändert eine kleine Verschiebung der Perspektive das ganze Bild.
Küche
Ich koche gerne für meine Familie, stelle Nudeln selbst her und backe Brote – besonders gerne mit Sauerteig. Man kann gute Voraussetzungen schaffen und zum richtigen Zeitpunkt etwas verändern, aber manches braucht schlicht seine Zeit.
Was davon in die Praxis kommt
35 Jahre Berufserfahrung geben Sicherheit und einen grossen Fundus an Wissen. Musik schult das Ohr. Gesang schafft einen unmittelbaren Zugang zur Stimme. Fotografie schärft den Blick. Kreative Tätigkeiten fördern die Lust am Ausprobieren. Und eine Familie mit vier Kindern sorgt dafür, dass das wirkliche Leben neben all der Theorie nicht zu kurz kommt.
Musik hat mich gelehrt hinzuhören.
Fotografie hat mich gelehrt hinzuschauen.
Kochen und Backen haben mich gelehrt, die richtigen Zutaten sorgfältig auszuwählen – und ihnen die nötige Zeit zu geben.
Die Arbeit mit vielen unterschiedlichen Menschen hat mich gelehrt, dass es selten nur einen einzigen richtigen Weg gibt.
Mediation
Ich bin zusätzlich als Mediator tätig.
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