Spracherwerbs-/Sprachentwicklungsstörungen

Aus unterschiedlichen Gründen kann sich die Sprache bei Kindern nicht immer vollständig entwickeln. Die Sprachentwicklung setzt womöglich erst spät (also z.B. nach dem zweiten oder dritten Lebensjahr) ein und die Bezugspersonen merken oft früh durch Vergleiche mit anderen, wenn ihre Sprösslinge den Gleichaltrigen sprachlich hinterher hinken. 

Grundbedingung für die Entwicklung der Sprache ist immer ein intaktes Gehör. Dies wird auch immer standardmässig durch eine audiometrische Untersuchung abgeklärt.

Ein Kind beherrscht mit 4 Jahren wichtige grammatische Regeln, einfache Gespräche sind in dem Alter also schon durchaus möglich («Was hast Du denn heute gespielt?»). Ebenso ist der Wortschatz schon so weit entwickelt, dass Kinder einfache Erlebnisse sprachlich darstellen können. Bis auf einige kleine Abweichungen ist die Aussprache in dem frühen Alter auch schon häufig korrekt und gut verständlich. 

Wichtig ist auch zu wissen, dass bei Kindern noch nichts perfekt ist, es sind schliesslich keine Erwachsene in Miniaturausgabe – Fehler dürfen sie auch bei gesunder Entwicklung in jeder Hinsicht machen, im Laufe der Jahre glätten sie sich in den meisten Fällen auch ohne Hilfe von selber aus. Kinder lernen enorm viel in den ersten 6 Lebensjahren und vor allem: Kinder wollen lernen! Wir müssen ihnen nur die richtigen Anregungen zugänglich machen.

Es ist wichtig, nicht zu lange mit einer Abklärung und allenfalls notwendigen Therapie zu warten. Manchmal geht durch das Abwarten („Es kommt schon noch“) wertvolle Zeit verloren. Heutzutage können Kinder durch moderne Erfassungsmethoden schon ab 2 Jahre sprachlich erfasst werden. Ein früh auffälliges Kind sollte spätestens ab 2-3 Jahre logopädisch begutachtet werden und ggf. Therapie erhalten.

Das Ziel der Therapie ist dann, die sprachliche Entwicklung des Kindes durch geeignete Massnahmen und Anregungen anzustossen und in die gute, entwicklungsphysiologisch angepasste Bahnen zu lenken.

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